Die 5R-Methode nach Zero Waste-Pionierin Bea Johnson

In der Adventszeit über Zero Waste sowie eine minimalistische(re) Lebensweise zu schreiben, mag unsinnig bis naiv wirken. Andererseits: Im Dezember erreicht das Konsum- & Wegwerf-Problem wohl seinen Höhepunkt. Von daher finde ich, ist es eigentlich sogar der perfekte Zeitpunkt, das eigene Kauf- und Abfallverhalten zu hinterfragen.

Doch wie funktioniert das, von allem ein bisschen weniger zu tun, oder wenn nicht weniger, dann wenigstens besser?

Um dir – und mir – die Antwort auf diese Fragen zu erleichtern, möchte ich dir die 5R des Zero Waste nach einer der Pionierinnen der Szene, Bea Johnson von www.zerowastehome.com, vorstellen.

Die 5R des Zero Waste

1. Refuse: Das Ablehnen von unnötigen Quittungen, Werbegeschenken, Probepackungen und eigentlich auch (fast) allem anderen, was einem pro Tag so angeboten wird. Hört sich hart an, ist aber effektiv.

Wie macht man das? Na ja, am besten kurz innehalten, überlegen, ob man etwas wirklich braucht oder ob es zu Hause einfach zum Staubfänger oder Schubladenfüller wird und am Ende doch im Müll landet. Also freundlich ablehnen und nein danke sagen. Wird einfacher, je mehr man übt 🙂

2. Reduce: Den eigenen Konsum reduzieren. Wer weniger kauft, produziert auch weniger Müll. Idealerweise mistest du gleich auch dein Zuhause aus. Das könnte ja vielleicht ein Projekt fürs neue Jahr sein. Oder je nachdem bereits über die Festtage? Oder die Tage „zwischen den Jahren“?

Weniger zu besitzen schafft Überblick, du weisst, was du hast und vermeidest damit Doppel- und Dreifachkäufe von Produkten.

Mein Tipp für das effiziente Vorgehen beim Entrümpeln: Ich teile solche grösseren Vorhaben gerne in kleinere Häppchen auf, um mich nicht bereits zu Beginn zu überfordern. Du kannst also z.B. so vorgehen, dass du einmal pro Woche (oder alle 2, 3 oder 4 Wochen) einen verbindlichen Termin in deiner Agenda machst und dich einem Zimmer oder vielleicht auch nur einem Möbelstück widmest. Also z.B. diese Woche die Küche, in 2 Wochen das Schlafzimmer (Hilfe, der Kleiderschank!) etc.

Bis zum nächsten Termin kümmerst du dich am besten bereits um die sinnvolle Entsorgung des Ausgemisteten, z.B. Brockenhaus, Caritas oder andere Sammlungen, im Internet verkaufen, verschenken (Facebook-Post!). Oder halt doch in den Müll, wenn etwas wirklich unbrauchbar geworden ist.

Fürs Entsorgen kannst du dir natürlich auch einen Termin setzen, so entsteht mehr Verbindlichkeit. Mir persönlich gefällt diese Methode, weil ich so den Fortschritt sehe und den ausgemisteten Kram immer gleich auch los bin.

Ich weiss, ich bin ein Termin- bzw. Agenda-Nerd. Aber so kriege ich meine Vorhaben eben einfach am besten umgesetzt 😉

3. Reuse: Wiederbenutzen ist ebenfalls zentral beim Zero Waste-Lebensstil. Nutze daher möglichst viele Dinge immer wieder, setze beim Neukauf auf langlebige Produkte, kaufe oft Second Hand, um das Leben von Kleidern, Geschirr oder Möbeln zu verlängern.

Lasse Dinge wenn möglich flicken – sogar wenn du sie neu im Billigladen günstiger kriegen würdest. Erscheint kurzfristig unlogisch, ist aber langfristig die richtige Entscheidung; ich bin der Meinung, dass wir wieder das Handwerk des Reparierens erlernen und fördern sollten, also z.B. eben Schuhe nochmals beim Schuster neu besohlen lassen statt direkt die nächsten zu kaufen.

Nutze für deinen Alltag wiederverwendbare Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl, Tupperware und weitere Behälter, die viele Jahre lang ihren Dienst tun können.

Mein Mantra dazu: Hab immer eine Wasserflasche, ein kleines Gefäss und einen Stoffbeutel dabei. Für kleine Einkäufe nach der Arbeit oder für die Reste vom Apéro 🙂

4. Recycling: Was, das kommt erst bei Punkt 4? Ja, denn Recycling ist eigentlich einfach reziklierbarer Abfall. Fakt ist jedoch, dass auch der Prozess des Recycling wieder ressourcenintensiv sein kann. Damit soll nicht Recycling schlecht gemacht werden, es ist super gibt es diese Möglichkeit.

Jedoch ist es einfach nachhaltiger, das Augenmerk auf die Punkte Reduce und Reuse zu setzen – so entsteht automatisch auch viel weniger Recycling-Material.

Eine Glasflasche z.B. kann viele Jahre leben (mit ein bisschen Glück und Geschicklichkeit, zugegeben) und möchte nicht nach einem einzigen Einsatz im (Recycling-) Müll landen.

5. Rot: Verrotten. Wenn man die Möglichkeit hat, unbedingt kompostieren und so die organischen Stoffe wieder der Erde zuführen. So dauert es nicht nur viel länger, bis der Abfallsack voll ist, er riecht auch noch viel weniger.

Mehr zum Thema Zero Waste findest du auch unter www.zerowasteswitzerland.ch.

Und vielleicht sehen wir uns ja am Sonntag, 31.12. an meinem (zum grossen Teil Zero Waste-) Silvesterbrunch, Infos und Anmeldung hier.

Ich wünsche dir einen schönen, stress- und abfallarmen Advent 🙂

Liebe Grüsse
Sandra

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