Willkommen in der zuKUHnft, es wird wunderschön

Zum Welt-Vegan-Tag möchte ich dir eine Geschichte der Hoffnung erzählen.

Es ist die Geschichte von über 50 Kühen, ihrem Bauern Toni, seiner Frau Yvonne und ihren vier Kindern.

Toni ist ein Ex-Milchbauer, der nicht mehr weitermachen wollte. Der das Leid der Tiere, das er täglich sah, nicht mehr ertragen konnte. Zumal das Leid ja menschgemacht und somit ebensogut komplett vermeidbar gewesen wäre.

Kälbchen um Kälbchen zum Schlachter zu bringen, ist ein Teil dieses Leids. Der Kummer der Mütter, die den Verlust ihres Kindes betrauern, ein weiterer. Denn gerade die männlichen Kälbchen sind nur ein Überschuss-Produkt der Milchindustrie. Erzeugt, damit der Milchstrom der Mutter niemals versiegt.

Die kleinen Mädchen werden – nach Bedarf – wie ihre Mütter zu Gebär- und Milchmaschinen herangezogen.

Pflanzliche Milchalternativen

Was für ein kleiner Schritt wäre es für uns Menschen, angesichts dieses Leids auf tierliche Milch zu verzichten und stattdessen die grosse Auswahl an biologischen Produkten auf Basis von Soja, Mandeln, Hafer, Reis oder weiteren Getreide- und Nusssorten zu geniessen. Das Angebot ist riesig, sowohl bei veganen Spezialisten wie Hello Vegan oder Eva’s Apples als auch den Grossverteilern.

Wo ein offenes Herz ist, findet sich ein Weg

Ganz so einfach war (und ist!) der Umstieg für Toni und seine Familie natürlich nicht. Schliesslich bestritten sie mit der Milchwirtschaft einen Teil ihres Lebensunterhaltes und haben vier kleine Kinder zu versorgen.

Doch dann fiel auf einmal alles an seinen Platz: Toni erfuhr vom Lebenshof „Hof Narr“ in Hinteregg bei Zürich. Und fand mit den Narren Sarah Heiligtag und Georg Klingler genau die Unterstützung und Herzenslösung, die er suchte:

Die wunderschöne Idee, seinen Milchbetrieb in einen Lebenshof für Kühe umzuwandeln. Mit Patinnen und Paten, die zusammen das Projekt tragen würden.

Auch ein Name war schnell gefunden: „Hof zuKUHnft“ steht symbolisch für eine moderne Landwirtschaft, in der wir die Haltung von „Nutztieren“ hinter uns gelassen haben und den Tieren neu, auf Augenhöhe begegnen.

Wanted from the heart: Kuh-Göttis und -Gottis

Damit das Projekt mit den über 50 Kuhdamen – sowie einigen Herren – funktioniert, braucht es jetzt volle Unterstützung, insbesondere auch in finanzieller Form.

Der „Unterhalt“ einer Kuh kostet pro Monat etwa 250 Franken. Ein ganz schöner Brocken. Aber ein unglaublicher und wunderbarer Beitrag an ein Zukunfts-Projekt, das nicht nur Tiere rettet, sondern eine starke Botschaft raussendet an alle Menschen, die davon hören und in persönlichen Kontakt mit den freundlichen Kuhwesen kommen werden.

Mein Freund und ich haben eine Patenschaft von je 50 Franken pro Monat für den kleinen Fridolin übernommen. Fridolins Geschichte begann ziemlich dramatisch. Ich erzähle in meinen Podcast-Folgen 12 und 13 im Intro davon.

Auch bei Fridolin war es Sarah vom Hof Narr, die seine Rettung möglich gemacht hat. Danke liebe Sarah!

Für den Hof zuKUHnft zählt jetzt jeder Betrag – auch jede Teilpatenschaft ist eine grosse Unterstützung.

Oder man tut sich zusammen: Wenn z.B. fünf Personen je 50 Franken zahlen, ist wieder eine Kuh finanziert.

Hier gibt’s mehr Infos zum Projekt und Toni erzählt seine Geschichte inklusive einem sehr berührenden Video 🙂

Ich bin guter Hoffnung, dass das Projekt auf solide finanzielle Beine gestellt werden kann.

Patenschaften können übrigens auch als Geschenk für eine andere Person in deren Namen gemacht werden – vielleicht ja eine schöne Idee für ein Weihnachtsgeschenk 😉

Alle Infos dazu erhältst du direkt von Sarah Heiligtag unter zukunft@hof-narr.ch.

Events auf dem Hof zuKUHnft

Natürlich gibt es immer wieder Gelegenheit, die zuKUHnfts-Kühe sowie Toni und Yvonne persönlich kennen zu lernen, was ich dir absolut ans Herz legen möchte.

Ich war jedenfalls nach meinem Besuch noch tagelang richtig im Kuh-Flash und tief beeindruckt von Tonis und Yvonnes Weg. Hier ein paar Eindrücke auf meiner FB-Seite.

Der nächste Besuchstag auf dem Hof zuKUHnft findet statt am Samstag, 25.11.17, ab 14.30 Uhr.

Anmeldungen hierzu bitte ebenfalls direkt an Sarah Heiligtag bzw. Mail an zukunft@hof-narr.ch.

Vielleicht treffen wir uns dort ja beim Kuh-Flüstern 🙂

Ich freue mich so unglaublich über dieses tolle Projekt. Wie man an dieser Geschichte sieht: Wir alle können einen Unterschied machen, auch du und ich. Wir müssen es einfach tun und einander unterstützen!

Ganz herzlichen Dank im Namen der Kühe und allen anderen Tieren und einen schönen Welt-Vegan-Tag

Sandra

6 Tipps wie du auch ohne Zero Waste-Laden deinen Müll deutlich reduzierst

Innerhalb eines Jahres sind in der Schweiz eine stattliche Anzahl an Zero Waste-Läden entstanden. In vielen grösseren Städten gibt es teilweise sogar mehrere dieser Unverpackt-Geschäfte. Auch in Zürich, wo ich zu Hause bin, gibt es zwei solcher Läden, die ich regelmässig aufsuche, um den allergrössten Teil meines Bedarfs zu decken. Lucky me!

Zudem kaufe ich oft auf dem Markt, im Bioladen und in der Bäckerei ein, zum Grossverteiler gehe ich nur noch relativ selten. So einzukaufen macht mir total Freude, und auch wenn es etwas aufwendiger ist und mehr Zeit braucht, empfinde ich es als entschleunigend und weniger stressig gegenüber meinem früheren Verhalten, wo ich einfach Plastikverpackung um Plastikverpackung in meinem Einkaufswagen gelegt habe.

Heute empfinde ich Einkaufen durchaus als sinnliches Erlebnis, es ist ein langsameres Einkaufen – nicht zuletzt auch wegen dem ein oder anderen Schwätzchen in den Läden 🙂 – und es ist ein bewussteres Einkaufen, weil ich nur das kaufe, was ich brauche.

Du siehst, hier spricht jemand, dem das Ganze schon längst zur Herzensangelegenheit geworden ist.

Weniger Ungeplantes einkaufen schont Umwelt & Geldbeutel

Um zu wissen, was ich brauche, mache ich mir zu Hause einen Einkaufszettel und ordne jedem Punkt auf dem Zettel ein Gefäss oder einen Stoffbeutel zu. Und genau dies verhindert eben, mehr zu kaufen als geplant – sind alle Gefässe und Beutel voll, ist Schluss.

Ok, ehrlich gesagt nehme ich meistens noch ein bis zwei Gefässe mehr mit, für den Fall dass ich einem leckeren Granola oder veganen Keksen nicht widerstehen kann.

Mit gleich zwei Zero Waste-Läden in meiner Nähe bin ich schon sehr privilegiert, und kann mich relativ einfach organisieren mit dem abfallfreien Einkauf.

Da dies jedoch für viele (noch!) gar nicht der Normalfall ist, habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht, wie man auch ohne ein solches Geschäft seinen täglichen Müll deutlich reduzieren kann.

Hier meine 6 Tipps


1. Whole Foods: Verarbeite den Essen selber
Kaufe möglichst unverarbeitete Lebensmittel, so wie sie in der Natur wachsen. Unverarbeitete Lebensmittel kannst du als langfristige(re) Investition anschauen, wo hingegen ein Fertiggericht mit einer Mahlzeit wieder verschwunden ist und viel Abfall hinterlässt.

Je mehr du also Unverarbeitetem den Vorzug gibst, desto weniger Abfall wirst du produzieren, weil du an einer Packung Reis oder Pasta eben länger isst als an Convenience Food.

Das hat natürlich zur Folge, dass du öfters selber den Kochlöffel schwingst – aber so weisst du eben auch ganz genau, was in deinem Essen drin ist. Und obendrauf ist es so frischer, gesünder und nährstoffreicher als stark verarbeitete Produkte.

2. Take from Home
Wo du jetzt ja schon so toll gekocht hast, wieso nicht das Essen von zu Hause mitnehmen? Take from Home statt Take Away! Koch am Vorabend einfach genug, sodass du dir am nächsten Tag eine Portion zur Arbeit oder wohin auch immer mitnehmen kannst.

Befülle dir dazu einfach ein Tupperware, ein Edelstahlgefäss oder ein schönes Glas mit deinem Essen. Besteck nicht vergessen!

3. Gemüse, Früchte & Brot
Kaufe Gemüse und Früchte am besten offen im Bioladen oder auf dem Markt und das Brot in der Bäckerei. Dazu brauchst du ein oder mehrere Stoffbeutel und evtl. ein Tupperware, z.B. für Zwetschgen oder Aprikosen.

Tipp: Bevor du deine Bestellung aufgibst, wedelst du am besten bereits mit deinem Stoffbeutel und sagst, dass du die Produkte gerne dort hinein gepackt haben möchtest – ansonsten sind deine Sachen ehe du dich versiehst bereits in einem Plastik- oder Papiersack gelandet! Schnell sein ist also gefragt 🙂

PS. Auf dem Markt oder in Bioläden mit Offenverkauf kannst du oft auch eingelegte Produkte wie Oliven einfach mit bzw. in einem mitgebrachten Glas kaufen.

4. Standard-Set dabei haben
Diese Dinge solltest du für Unvorhergesehenes, zum Reste einpacken vom Apéro oder für spontane Einkäufe – man weiss ja nie – immer dabei haben. Zum Standard-Set gehören aus meiner Erfahrung (pass es gerne einfach an für dich):

– 1-2 Stoffbeutel (für Gemüse, Früchte oder Brot)
– 1 Wasserflasche (für Wasser oder Tee, zum Wiederauffüllen)
– 1 leeres Tupperware, Glas oder Edelstahlgefäss (für jeglichen Fall)
– 1 Coffeecup – damit sagst du dem Pappbecher einfach Adieu!

Gemüse und Früchte habe ich auch schon beim Grossverteiler in die Stoffbeutel gepackt, das funktioniert dort also auch bzw. hat z.B. Migros ja auch eigene (jedoch synthetische) Beutel im Angebot. Allerdings sind die nichtverpackten Angebote beim Grossverteiler meist nicht in Bioqualität, weshalb ich die Sachen eben doch lieber im Bioladen kaufe.

Anmerkung zum Bild oben: alle Produkte sind vom FOIFI – ZeroWaste Ladencafé.  Ich habe mir im Laden sozusagen die Requisiten zusammengesammelt, um ein schönes Bild hinzubekommen. War eine ganz spontane Idee beim gestrigen Besuch…

Zu Hause habe ich eine Vielzahl älterer (und nicht mehr sooo fotogener) Stoffbeutel und Tupperware, welche aber den Zweck komplett erfüllen. Bevor du dir neue Sachen für das Standard-Set kaufst, empfehle ich dir, erstmal zu schauen, was du schon alles hast – und das ist ja meist mehr als man denkt.

5. Take Away – aber clever
Da du jetzt ja immer dein Standard-Set dabei hast, kannst du auch ein Take Away-Mittagessen abfallfrei gestalten: Du hältst beim Take Away-Imbiss einfach dein leeres Tupperware hin und fragst, ob es möglich ist, dass du dein Essen so mitnehmen kannst. In den allermeisten Fällen ist dies möglich – das ist zumindest meine Erfahrung.

Tipp: In den Migros Food Courts gibt es die grünen Boxen von Recircle zu kaufen. Diese kannst du z.B. auch am tibits-Buffet auffüllen. Cool, oder? Schau her, das funktioniert wirklich:

Bedenke: Je mehr Leute am abfallfreien Einkaufen Interesse zeigen, desto grösser wird die Aufmerksamkeit auf das gesamte Thema. Also möglichst oft nachfragen 🙂

6. Selber machen
Nebst dem Kochen kannst du auch verschiedene weitere Lebensmittel, Haushalts- oder Körperpflegeprodukte selber machen. Ich mache z.B. meine Pflanzenmilch aus Mandeln selber und bin immer etwas am Rumschmökern auf www.smarticular.net. Dort findest du extrem viele Tipps zum Selbermachen – von Zahncreme bis Waschmittel.

Das alles ist natürlich mit Arbeit verbunden. Schau einfach, was für dich stimmt und machbar ist. Lieber Schritt für Schritt eine neue Gewohnheit ins Leben integrieren, als am Anfang alles wollen und dann aus Überforderung alles wieder hinschmeissen. Das wäre einfach nur schade und frustrierend. Also: take it easy!

Ich hoffe, diese Tipps ermutigen dich, auch unabhängig von einem Zero Waste-Laden einen Alltag mit weniger Abfall anzusteuern.

Du kannst die Tipps entweder kombiniert oder auch nacheinander ausprobieren.

Wichtig ist, dass eine neue Gewohnheit auch in deinen Alltag reinpasst, sodass es für dich möglich ist, sie langfristig beizubehalten.

Ich wünsche dir viel Spass und Inspiration beim Ausprobieren und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren mitteilst, was du schon anwendest und wie es klappt oder natürlich auch, wenn du Fragen und Anregungen hast!

Alles Liebe, Sandra

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